Alles nur ein dummes Versehen
Krimi-Dinner lud zum Mitraten ein
 

 

„Die Ehe ist dazu da, gemeinsam Probleme zu lösen, die man allein nicht hätte“, meint tiefsinnig Kommissar Dr. Gansmüller vom Morddezernat. Damit trifft er beim Publikum, wie auch beim Lösen eines mysteriösen Mordes auf der Bühne den Nagel auf den Kopf. „Mörderische Auslese“ ist angesagt. Sie fand am Mittwoch- und Donnerstagabend (20./21. Mai) in der Aula statt. Während die Schülerinnen der Theatergruppe der 8. bis 10. Klassen unter der Leitung von Susanne Tuschl den Mord am Weingutsbesitzer Hermann Kessel tatkräftig vorführten und sich dabei jede Menge gierige Angehörige schnell verdächtig machten, konnten die Gäste beim 4-Gänge- Menü schlemmen und die Machenschaften amüsierend verfolgen. Am Ende war gar deren Mithilfe erwünscht.


Karotten-Ingwer-Süppchen mit Garnelenspieß, Lachs-Forellen Duo, Gratin Dauphinois und Südfruchtmus: Das Schlemmen kam für die etwa 90 Gäste nicht zu kurz. Hübsch, gerade zu edel waren die Tische gedeckt. Ebenso adrett war das schwarz-weiß gekleidete Servicepersonal anzusehen, auch hier Schülerinnen der Theatergruppe. Emsig flitzten sie durch die Aula und erfüllten zwischen den einzelnen Akten die kulinarischen Wünsche der Gäste. Doch latent stellte sich allen immer wieder die gleiche Frage: Wer war der Mörder? Ein schwieriger Fall, denn sowohl die Ehefrau des Toten als auch deren Geliebter, der Bruder wie auch die Schwester, sogar die Geliebte des Toten konnten ausreichend Gründe gehabt haben, den ungeliebten und raffgierigen Winzer zu töten. Einerseits neigte der Kommissar für Reblausbekämpfung, treffend trocken von Vanessa Hafner gespielt, zum scharfen Kombinieren, andrerseits stützte sich Kommissar Baum auf bewährte Hilfsmittel und die schriftlichen Tipps des Publikums. Sofie Gruber und Lucie Victorin übernahmen als erfahrene Mitglieder der Theatergruppe diese anspruchsvolle Rolle. Ihren Mitmachaufforderungen bezüglich Leichenabtransport und Alibiuntersuchung kam das aufgeschlossene Publikum dabei jederzeit nach.
Bis dann am Ende des Rätsels Lösung aufgetischt wurde, war für allerhand Genuss und Unterhaltung gesorgt. Jubel und ein kleines Präsent gab es sowohl am Tisch der Direktion als auch der Ehemaligen. Durch messerscharfe Kombination war ihnen völlig klar: nur die Weinkönigin kann die Mörderin sein, hatte sie doch den Wein versehentlich mit dem Läusegift des Gärtners vertauscht.  Großes Lob von der Schulleitung, der Lehrerschaft und allen Gästen erfuhren dabei die Ausführenden auf der Bühne, aber auch alle fleißigen Hände, wie etwa die Technikmädchen, die vielen Gemüseschnippelnden Schülerinnen, die Köche Jan Petersson und Armin Tuschl und all die Kollegen, die mit Rat und Tat rund um die Dekoration, Kostümierung, Organisation und der künstlerischen Gestaltung vertraut waren.

Barbara Sagstetter

 

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