In- und Outdoor diesmal on the water!
 


28 junge und gespannte Mädchen machten sich am Donnerstag, den 30. März, nach Unterrichtsschluss auf den Weg vom Maria-Ward-Platz an die Donau, aufgeregt tuschelnd „Was passiert, wenn i eini fall? Herr Speiseder, ziehn Sie mi dann raus?“ Die begleitenden Lehrkräfte Herr Speiseder und Herr Steinkirchner versuchten zu beruhigen. Was da wohl auf die Mädchen zukommen würde?
Die Antwort ist ganz einfach: Die Mädchen der In- und Outdoor-Klasse durften beim Donau Ruder Club Deggendorf ein Schnuppertraining absolvieren und diese faszinierende Sportart kennen lernen. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte der Vereinsvorsitzende Frank Darscheid die Mädchen am Ruderschuppen. Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person und des Vereins führte er die Mädchen in die Bootshalle und zeigte den staunenden Schülerinnen die verschiedensten Boote. „Ich habe gar nicht gedacht, dass die so lang sind!“, ließ sich manche überrascht hören. Kein Wunder, ist ein Viererboot immerhin 10 bis 12 Meter lang, ein 8er hat sogar die Länge eines Busses!


Und dann durften die Mädchen auch schon selbst Hand anlegen, natürlich tatkräftig unterstützt von den beiden Lehrkräften: Ein Doppelvierer sollte nach draußen an die Donau getragen werden. Unter Ächzen und Stöhnen wurde das Boot in die Höhe gestemmt, aber wenn 30 Paar Hände zusammenhelfen, ist selbst das schwerste Gerät schnell ans Donauufer getragen. Hier gab es von Herrn Darscheid, der selbst schon an Rennen teilgenommen hat, eine kurze und anschauliche Einführung in die Kunst des Ruderns. Denn das ist gar nicht so leicht, wie man sich das vielleicht vorstellt. Nur mit der richtigen Technik bringt man das Boot dazu, scheinbar schwerelos über das Wasser zu schießen. Aber die Schülerinnen passten gut auf und schon durfte die erste Besatzung mit Herrn Darscheid das Boot auf die Donau hieven und einsteigen. Das hört sich zwar ganz einfach an, ist aber in Wirklichkeit viel, viel schwerer; denn wenn man auf einem schwankenden Steg steht, mit einer Hand die beiden Ruder festhält und dann auch noch ins Boot steigen soll, das mehr als bedenklich schwankt, dann braucht es nicht nur Mut, sondern auch sportliches Geschick, damit man nicht unsanft im Wasser landet. Und kaum waren alle Ruderinnen gut an Bord, ging es auch schon mit einigen Schlägen hinaus auf die Donau. Schnell wurde ein gemeinsamer Rhythmus gefunden und das Boot flog über die Wellen!
Um allen 28 Mädchen eine solche Bootsfahrt zu ermöglichen, musste ganz schnell ein zweites Boot ins Wasser. Dieses wurde von unserer Schülerin Julia Tuschl betreut, die schon seit Jahren erfolgreich im Verein trainiert und auch schon etliche Preise eingeheimst hat. Ein wahres Gedränge herrschte am Ufer, wer als Nächste einsteigen durfte. Nach und nach fanden alle Mädchen Platz im Boot und kamen freudestrahlend zurück an Land. Schließlich stürzten sich sogar die beiden Lehrkräfte ins Abenteuer und legten „mühelos“ ein paar Kilometer (oder eher Meter) auf dem Fluss zurück.
Als alle wieder wohlbehalten am Ufer angelangt waren - keine einzige hatte nähere Bekanntschaft mit dem Waser gemacht – wurden die Boote wieder ordentlich im Schuppen verstaut, ein gemeinsames Erinnerungsbild mit Herrn Darscheid geschossen und schon ging es zurück zur Schule.  Voller Begeisterung tauschten sich die Mädchen über dieses Erlebnis aus und selbst die Lehrer waren ganz angetan, alle waren sich einig: „Des machma wieder!“

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