Auf dem Abenteuerweg zum Zauberer
Theatergruppe führte ins traumhafte Land Oz
 

(sag) Ein heftiger Sturm wirbelt das reizende Mädchen Dorothy weit weg von zu Hause ins Märchenland Oz. Dort, weit hinter dem schillernden Regenbogen, hat sie nur ein einziges Ziel: Sie will wieder nach Hause. Auch wenn es im fernen Land noch so aufregend erscheint und viele fremde Gestalten zu neuen Freunden werden, ist es doch daheim am schönsten. 

Wer kennt sie nicht, die phantasievolle Geschichte des Schriftstellers Lyman Frank, bzw. deren Verfilmung mit Judy Garland, welche über die aufregenden Abenteuer der tugendhaften Dorothy im fernen Traumland erzählt? Diese wunderbare Reise lieferte den besten „Stoff“ für ein Theaterstück der Mittelstufe der Realschule Maria-Ward. Unter der Gesamtleitung von Susi Tuschl hatte sich die ganze Theatercrew seit Monaten auf jeweils zwei Schüler- und Abendaufführungen vorbereitet. Am Mittwoch, den 13. Juni war im Theatersaal der Schule die Premiere für die Unterstufe, am Donnerstagabend für die Gäste und Eltern angesagt. Das Publikum verfolgte dabei mit sichtlichem Vergnügen Szene für Szene.
Im Mittelpunkt des Geschehens agiert Lena Pertler als kameradschaftliche und mutige Hauptdarstellerin, stets klar und deutlich artikulierend. Zu ihr gesellen sich gerne die sympathisch strohdumme Vogelscheuche (Anna Schäfer), der herrlich verrostete Zinnmann (Kristina Kaiser) und der zur allgemeinen Erheiterung recht furchtsame Löwe (Anna-Lena Schörrig). Gemeinsam wehren sie sich erfolgreich gegen die geheimen Machenschaften der eifersüchtigen „Bösen Hexe des Ostens“, welche von Selin Arguc  (alle Klasse 7a) mit eindringlichem Hexengelächter unterhaltsam gespielt wird. Die Rolle der guten Hexe Glinda übernimmt auf anmutige Weise Larissa Hiendl (8a), die Rolle des pflichtbewussten Schlosswächters Zahra Zeller (7a). Bis das Wanderquartett allerdings sein Ziel erreicht, den mächtigen Zauberer Oz zu sprechen, ist für viel Turbulenz mit Leoparden und Bären, vergifteten Mohnblumen und Hexengehilfen sowie sprechenden Schildern mit und ohne Schneetreiben gesorgt. Die gütigen Worte des Zauberers (Katharina Freimuth 8a) lüften schließlich auch das Geheimnis der roten Schuhe und leiten das glücklichen Ende für Dorothy und ihre Freunde ein. Mit viel Applaus und Bravorufen bedankten sich die Zuschauer bei den Schauspielerinnen und Frau Tuschl für eine kurzweilig amüsante Aufführung.

Neben den quirligen Schülerinnen auf der Bühne trugen dazu aber auch zahlreiche Hände hinter den Kulissen bei. Ein tolles, zweigeteiltes Bühnenbild des Kunstlehrers Rainer Sonntag, eine gut funktionierende Technik mit ausgeklügeltem Lichteinsatz, und ein Team aus Sekretärinnen und Hausmeister, das für die notwendige Detailarbeit sorgt, ist für einen reibungslosen Ablauf ebenso wichtig wie eine ansprechende Maske und eine flinke Bewirtungstruppe, unterstützt vom Theaterkollegen Dominik Speiseder. Lobende Worte gab es von Schulleiterin Aloisia Bauer für diese rundum gelungene Teamarbeit.

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Berichterstattung über die Vormittagsaufführung am Mittwoch