Wir sind Klasse - Ist doch klar!
 


Die erste Schulwoche geht los und unser erster Termin stand uns schon bevor: am Freitag sollten wir ein - angeblich - tolles Projekt mit dem Namen "Wir sind Klasse" machen. Nun gut, am Anfang stand ein gemeinsames Frühstück - das ließ sich hören. Doch wozu das Ganze? Unsere Klasse 7b besteht jetzt aus Schülerinnen aller sechsten Klassen. Man ist sich vorher vielleicht mal kurz auf dem Gang begegnet oder hat von der einen oder anderen etwas gehört. Aber kennen, davon kann man nicht unbedingt sprechen! Also war es doch ganz gut, dass wir in diesem Projekt die Möglichkeit bekamen uns besser kennenzulernen. Unsere Klasse war leider erst in der dritten Stunde mit dem "Frühstück" dran, so dass einige doch schon großen Hunger hatten. Das war gut so, denn der Tisch war reich gedeckt mit Brezen, Kuchen, Marmelade, Butter, Gemüse, Obst, Dips oder Schokocreme und Säften. Nach dieser Stärkung ging es auch schon los: Kissenrennen! Dabei wandern zwei Kissen im Kreis. Nun soll das eine Kissen das andere überholen. Gar nicht so einfach, wenn die Teams jeweils sauber zusammenarbeiten. Unser erster Versuch endete mit einem Unentschieden, da sonst die Zeit zu knapp geworden wäre. Im Anschluss spielten wir Zipp-Zapp, ein Spiel bei dem man zum einen links und rechts gut auseinanderhalten können muss und die Namen der Nachbarinnen kennen sollte. Dabei sei angemerkt "Ähm" ist kein Name!


Um Leben ins Spiel zu bringen - wir saßen bisher nur im Kreis - durften wir nun Bingo spielen. Ziel war es, möglichst viele Personen zu finden, die eine der Fragen auf dem Bingo-Blatt mit "Ja" beantworten konnten, um mit den gesammelten Unterschriften eine Reihe senkrecht, waagrecht oder diagonal voll zu bekommen. Dabei wurden Infos gesammelt wie z.B. Ist deine Schuhgröße größer als "38"?, Hast du im Dezember Geburtstag, Fährst du mit dem Bus zur Schule? oder Hast du schon einmal etwas gewonnen?.
Im Anschluss daran, durfte sich jeder ein weißes Blatt nehmen und sich selbst vorstellen. Es waren keine Grenzen vorgegeben, man konnte die Vorstellung mithilfe eines Steckbriefs machen, mit Bildern oder einen kleinen Text schreiben. Dies trug jede vor und anschließend wurden die Ergebnisse auf unserer Pinnwand an der Rückseite des Klassenzimmers gesammelt.
Schließlich kamen wir zur anspruchsvollsten Aufgabe des Tages: Einen Turm zu bauen aus 8 Teilen, mit 48 Händen und 48 Fäden. Letztere waren an einem Holzteller zusammengeknotet, an dem ein Haken hing und mit dessen Hilfe man die Einzelteile gemeinsam (!) aufeinanderstapeln musste. Dies geschah anfangs recht zügig - vielleich ein Zeichen für die guten Zusammenarbeit - zum Schluss jedoch stürzte unser Bauwerk doch nochmal zusammen und zerfiel in alle Einzelteile. Schade!
Nun durften wir wieder in den Stuhlkreis zurückkehren. Wir bildeten einen Innen- und einen Außenkreis und bekamen die Aufgabe uns zu unterhalten. Nein, wir durften nicht einfach ratschen! Wir bekamen für unser Gespräch ein Thema, z.B. Wo warst du im Urlaub?, Wohin sollte die nächste Klassenfahrt gehen, wenn das Geld egal ist?, Wie sieht dein Zimmer aus? oder Wie sieht die ideale Klassengemeinschaft aus?. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit wurde das Gespräch beendet und der Außenkreis rutschte einen Platz nach rechts und weiter gings mit reden. Dies geschah so oft, bis die ursprüngliche Gesprächsparterin wieder da war. Es ist sehr interessant, sich zumindest mit der Hälfte der Klasse mal persönlich zu unterhalten.
All dies leitete dankenswerterweise die Dozentin Frau Stelzer an.