Mord- und Todschlag beim Theater

Spielleitung: Heinz Bergmann

(sag) Mord- und Todschlag gab es am laufenden Band und das gleich im Wonnemonat Mai bei mehreren Vormittags- und Abendveranstaltungen. Und wieder einmal hatte die Theatergruppe unter der Leitung von Heinz Bergmann die Erwartungen mehr als erfüllt. Denn mit einem regelrechten Klassikermix, mit blutrünstigen Racheakten, rollenden Köpfen und dramatisch verrauchten Feuerszenen war für Spannung und zugleich amüsante Unterhaltung bestens gesorgt.
Bereits der Auftakt versprach den zahlreichen Zuschauern, unter ihnen auch Oberbürgermeisterin Anna Eder und die beiden Schulleiter Aloisia Bauer und Johannes Dieckmann, spektakuläre Kriminalgeschichten. Große Personen der Geschichte, noch fest in Leichentücher eingerollt, warteten auf Enthüllung ihrer Lebensgeschichte, auf die Darstellung ihres teils rätselhaften Todes und vielleicht sogar auf eine späte Lösung. Keine geringere als Maria Stuart, dramatisch von Constanze Edinger gespielt, sollte kurz vor ihrer Hinrichtung durch Lord von Shrewsberry (Christine Wutz) stehen, geordert von der rast- und ruhelosen Königin Elisabeth (Katharina Hackl) siehe Foto.

 

Auch das liebreizende Käthchen von Heilbronn, treffend dargestellt von Julia Stenzel- oberes Foto -, wird hasserfüllten Plänen zum Opfer fallen; ihr zur Seite im Angesicht des Todes, doch letztendlich hilflos, Graf Wetter vom Strahl (Viktoria Seidl), Gehilfe Gottschalk (Corina Stieglbauer) und Engel Cherubim (Margarita Zibert). Stolz, verletzte Weiblichkeit und Rachegelüste servierte in der markanten Rolle der Kunigunde Luise Kirschner dem aufgeschlossenen und wohlgelaunten Publikum. Wie aber steht es mit den berühmten Physikern, alias Nathalie Dietenberger, Lena Egner und Sonja Ebenböck? Von Vorstellung zu Vorstellung übertrumpften sich die Drei in der Darstellung eigentümlicher Anwandlungen; doch warum mussten die reizvollen Schwestern Ingrid und Gisela (Doris Bauer und Sabine Wittmann) in ihren Händen qualvoll sterben? Verschweigt uns etwa die fassungslose Ärztin (Viktioria Hinz) ein Geheimnis? Nahezu unlösbare Fälle erwarteten da den Kommissar Dr. Jagerli (Laura Gotzler) und seinen Gehilfen Holler (Olga Roth), die von Fall zu Fall gradlinige, gut bayerische Mordanalyse betrieben. Rätselhaft erschien den beiden nicht nur das traurige Ende des zeittötenden Friseurs Fusi (Viktoria Seidl) sondern auch das tief bedauerliche Ende des Räubers Franz Moor, in seiner vollen Verzweiflung von Jenny Wasem dargestellt.

 
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Viel Applaus, Blumen und Präsente gab es am Ende nicht nur für die engagierte Schauspieltruppe, sondern auch für den Leiter Heinz Bergmann sowie für eine effektvolle Technikpräsenz dank Lisa Ebner, Stefanie Lederer und Sabine Peter.
Wie jedes Jahr hieß es auch diesmal wieder Abschied nehmen von den Schauspielern der zehnten Klassen (im Bild von links) Constanze Edinger, Laura Gotzler und Luise Kirschner –Foto 3-, die nach ihrer Mittleren Reife im Sommer die Schule verlassen werden